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Hausacher LeseLenz-Stipendien 2010 der Neumayer Stiftung

Die Stadt Hausach und der Hausacher LeseLenz vergeben in Kooperation mit der Neumayer Stiftung in Zukunft jährlich zwei Arbeits- und Aufenthalts-
stipendien zum einen in der Kategorie Kinder- und Jugendbuch, zum anderen ein Stipendium für Lyrik oder Prosa.

Die Stipendien werden jeweils für drei Monate zugeteilt und bestehen aus der Bereitstellung einer Wohnung in Hausach und der Zahlung von 1.500.- Euro pro Monat und Stipendium. Bewerberinnen und Bewerber müssen eine eigenständige Publikation einreichen, die nicht im Selbstverlag erschienen ist, und einen „Literarischen Fragebogen“ ausfüllen, der auf der Internetseite des Hausacher LeseLenzes (www.leselenz.de) entnommen werden kann. Eine Bio-Bibliographie sollte ebenso mitgesandt werden. Ferner wäre es wünschenswert, dass sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten auf eine individuell abzusprechende Art und Weise literarisch in den Schwarzwaldort einbrächten. Gedacht wird an jeweils eine Lesung zu Beginn und zum Abschluss des Stipendiums und an ein Lese- oder Schreibprojekt an einer der Hausacher Schulen, während des dreimonatigen Aufenthaltes in Hausach. Es ist vorgesehen, die StipendiatInnen am Vorabend des Hausacher LeseLenzes, am 17. Juni 2010, im Rahmen einer feierlichen Begrüßung in Hausach vorzustellen.

Die eingereichten Bücher werden auf Wunsch zurückgeschickt. Ansonsten werden sie an die Hausacher Schulen weitergegeben.

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet eine unabhängige, dreiköpfige Jury.

Stipendienzeitraum:

Lyrik oder Prosa: Juli – September 2010

Kinder – und Jugendbuch: Oktober – Dezember 2010

Einsendeschluss der Bewerbung: 30. März 2010

 

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Die Bewerbungen sind schriftlich einzureichen an:
Hausacher LeseLenz-Stipendium
z.Hd.v. Frau
Gisela Scherer
Brunnenstr. 1
77756 Hausach
Tel: 07831 / 93660

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Email-Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.



LeseLenz-Stipendien 2009 vergeben

Barbara Bongartz und Jürgen von Bülow kommen nach Hausach

Anlässlich ihrer 750-Jahr-Feier hat die Stadt Hausach in Kooperation mit der Neumayer-Stiftung erstmals zwei Aufenthaltsstipendien ausgeschrieben. Zum einen in der Sparte „Lyrik oder Prosa“, zum anderen, um den Bereich „Literatur für Kinder und Jugendliche“ zu fördern. Neben dem Nachweis literarischer Publikationen waren die Bewerberinnen und Bewerber auch gebeten worden, Ideen für Projekte in Hausach zu skizzieren und einen „literarischen Fragebogen“ zu beantworten. Der Fragebogen trug nicht unwesentlich zur Entscheidungsfindung bei.

Eine dreiköpfige Jury stimmte bei 99 Bewerbungen in beiden Kategorien für Barbara Bongartz und Jürgen von Bülow.

Mit Barbara Bongartz wurde einer Autorin das dreimonatige Aufenthaltsstipendium im „Moolerhiisle“ zugesprochen, „die in ihren Erzählungen und Romanen Figuren (er)findet, die Universen öffnen. In einer Art erzählerischer Spurensicherung lässt Barbara Bongartz Menschen in und aus deren eigenen Lebensgeschichten vorsprechen, indem sie teils ungehörte poetische Sprachbilder aus den Biographien und Charakteren ihrer Protagonisten schöpft. Menschen, die es gibt und die wir begreifen, weil wir sie in uns bis zur Kenntlichkeit verdrängen. Wir werden dabei so filigran auf uns selber zurückgeworfen, dass für ihre bisher vorgelegten Werke mit einem Satz der Erzählerin gesagt werden darf: Selbst der Irr- und Seitenweg gilt nicht nur als Spur, sondern als Zeichen von Komplexität und Wahrhaftigkeit.“

Im August 2009 erschien bei weissbooks.w ihr neuer Roman „Perlensamt“.

Barbara Bongartz lebt und arbeitet in Berlin. Auf die Frage, ob Zufall etwas Tröstliches oder eine Möglichkeit der Aufmerksamkeit sei, antwortete Barbara Bongartz: „Weder noch: Pures Entzücken!“

Jürgen von Bülow ist Dozent für Filmdramaturgie, Drehbuchautor und freier Regisseur. Er lebt in Stuttgart. Wie keinem zweiten gelingt es ihm in seiner im Kosmos-Verlag publizierten Jugendbuchreihe „Ich bin`s Nika!” Sehnsüchte und Wünsche vieler Teenager in Worte zu kleiden, die „durch sein genaues Hinhören treffsicherer und überzeugender nicht geschrieben sein könnten. Er besticht durch die unmittelbare Authentizität seiner Dialoge, ist mit seinen Themen von entblößender Aktualität und lässt uns dennoch auf unterhaltsame Art und Weise erahnen, wie sehr Traum, Illusion und Realität einander bedingen. Oder wie er es im literarischen Fragebogen zur Bewerbung um das Stipendium formuliert: Ja, ich bin maßlos davon überzeugt, dass Unterhaltung und Anspruch zusammenpassen.

 

Im Namen der Jury
José F.A. Oliver
(Kurator Hausacher LeseLenz)

 

Der Jury gehörten an
Ulrike Wörner (Friedrich-Bödecker-Kreis in Baden- Württemberg e.V.)
Robert Renk (Literaturfestival
„Sprachsalz“, Hall i.T.)
José F.A. Oliver (Hausacher LeseLenz)